Was ist das Duftrad?
Eindrücke von Düften sind individuell und geprägt von Erfahrungen. Alle Menschen nehmen Düfte anders wahr. Das Duftrad ist ein Werkzeug, um Duftkompositionen zu entwickeln und verständlich zu machen. In ihm werden Duft-Kategorien miteinander in Verbindung gesetzt. Holzig, grün, blumig, …
Wie man das Duftrad benutzt
Bei der Einordnung von wohlklingenden Duftkompositionen in die Kategorien lassen sich folgende Formen erkennen:
Komplementär

Sich gegenüberstehende Kategorien erzeugen den stärksten Kontrast in der Duftkomposition.
Beispiel: Giorgio Armani — Armani Code
Triade

Besteht aus drei Kategorien, die auf dem Duftrad gleich verteilt angeordnet sind. Solche eine Komposition besteht weniger aus Kontrasten und wirkt runder.
Beispiel: Bortnikoff — Triad
Quadrat

Besteht aus zwei Komplementärkontrasten, die auf dem Duftrad ausgeglichen verteilt sind. Die Duftkomposition wird komplexer.
Beispiel: Jean Paul Gaultier — Le Male
Ähnlich

Besteht aus Kategorien, die nahe beieinander liegen. Es entsteht ein visueller Fächer. Die Komposition ist fokussierter auf einen Bereich.
Beispiel: Dior — Eau Sauvage
Monaromatisch

Ein aus griechisch μόνος (monos) für „alleine“ und ἄρωμα (árōma) für „Duft“ zusammengesetzter Begriff. In dieser Form sind nur Düfte aus einer Kategorie enthalten. So entsteht eine fokussierte Komposition.
Beispiel: Guerlain — Vétiver Parfum
Was das Duftrad (nicht) kann
Das Duftrad ist kein Ersatz für die Nase. Es ist ein Werkzeug, um Duftkompositionen verständlich zu machen. So können z.B. Parfüme einordnen lassen und auch entwickelt werden.
Dennoch gibt es viele Beispiele, die mit diesen Formen brechen und wunderbare Duftkompositionen hervorbringen.





